Was ist das Währungsrisiko?
Das Währungsrisiko — auch Wechselkursrisiko oder FX-Risiko — ist das Risiko, dass Änderungen der Wechselkurse den Wert von Anlagen in fremder Währung verändern. Für einen Euro-Anleger kann eine US-Aktie in Dollar um 10% steigen und in Euro trotzdem an Wert verlieren, wenn der Dollar gegenüber dem Euro weit genug fällt. Jede Anlage außerhalb des Euroraums trägt diese zweite Quelle von Gewinnen und Verlusten zusätzlich zu ihrer eigenen Entwicklung.
Wie es entsteht
Die Rendite einer ausländischen Anlage in Euro verbindet die Rendite in ihrer eigenen Währung mit der Änderung des Wechselkurses:
Dabei ist die Rendite in der Währung der Anlage und die Wertänderung dieser Währung gegenüber dem Euro. Bei kleinen Bewegungen ist die Eurorendite ungefähr die Summe der beiden.
Ein einfaches Beispiel
Eine US-Aktie steigt im Jahresverlauf um 10% in Dollar. Im selben Jahr verliert der Dollar 8% seines Werts gegenüber dem Euro:
Der Euro-Anleger gewinnt nur 1,2%. Wäre der Dollar stattdessen um 8% gestiegen, hätte der Gewinn 18,8% betragen.
Wie es gemessen wird
- Währungsaufteilung: der Anteil des Depotwerts je Währung, gemessen an der Währung der zugrunde liegenden Anlagen — nicht an der Währung, in der ein Fonds gehandelt wird.
- Volatilität: Wechselkurse großer Währungen schwanken typischerweise mit rund 6 bis 10% pro Jahr. Das kommt zur Volatilität der Anlagen hinzu und gleicht sie manchmal teilweise aus.
Wie groß es in typischen Depots ist
Ein Euro-Anleger in einem Welt-Aktien-ETF hat den größten Teil seiner Anlage in fremder Währung: in einem MSCI-World-Fonds rund 70% in US-Dollar und weniger als ein Zehntel in Euro. Den Fonds in Euro zu kaufen ändert daran nichts; ein in Euro notierter ETF globaler Aktien trägt weiterhin das Währungsrisiko seiner Bestände.
Wie sehr es zählt
- Bei Aktien erhöhen Wechselkursbewegungen vor allem die kurzfristigen Schwankungen; über lange Zeiträume fielen sie gegenüber den Aktienrenditen weniger ins Gewicht. Viele Anleger nehmen sie hin.
- Bei Anleihen können Währungsschwankungen so groß sein wie die Anleiherenditen selbst, weshalb ausländische Anleihen oft währungsgesichert gehalten werden.
- Als Streuung steigen fremde Währungen manchmal, wenn der Heimatmarkt fällt, was Verluste dämpfen kann.
Eine Währungsabsicherung nimmt den größten Teil des Währungseffekts heraus, zu Kosten, die vom Zinsunterschied der beiden Währungen abhängen.
Ein durchgerechnetes Beispiel
Durchgerechnet an einem Beispielportfolio. Die Zahlen unten gehören diesem Portfolio, nicht Ihrem.
Welcher Teil meines Portfolios ist Fremdwährungen ausgesetzt?
Der Anteil Ihres Portfolios, der in Fremdwährungen (nicht EUR) gehalten ist, beträgt 22,78%. Hier die Aufschlüsselung nach Währungen:
| Währung | Wert (EUR) | Anteil (%) |
|---|---|---|
| EUR | 45.970,84 € | 50,53% |
| USD | 20.721,48 € | 22,78% |
| Crypto | 7.826,35 € | 8,60% |
| Cash | 5.510,23 € | 6,06% |
| Precious metal | 4.575,79 € | 5,03% |
| TWD | 907,08 € | 1,00% |
| JPY | 882,20 € | 0,97% |
| KRW | 765,90 € | 0,84% |
| HKD | 660,52 € | 0,73% |
| GBP | 529,32 € | 0,58% |
Hinweis: Die Tabelle zeigt die größten Einträge; die vollständige Währungsaufstellung ist in Ihrem Konto hinterlegt.
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