Welche Rolle spielt Gold im Depot?
Gold ist eines der ältesten Mittel zur Wertaufbewahrung, und viele Anleger halten einen kleinen Teil ihres Depots darin — über physisch besicherte börsengehandelte Rohstoffprodukte (ETCs), Münzen und Barren oder Fonds. Anders als Aktien und Anleihen wirft Gold keine Erträge ab: keine Dividenden, keine Zinsen. Seine Rendite stammt ausschließlich aus Preisänderungen, und Anleger halten es vor allem wegen seiner Wirkung im Zusammenspiel mit anderen Anlagen.
Warum Anleger es halten
- Streuung: Der Goldpreis hatte eine niedrige, zeitweise negative Korrelation zu Aktien und kann sich in einer Krise anders bewegen.
- Absicherung gegen finanzielle Belastungen: Gold ist tendenziell gestiegen, wenn das Vertrauen in Währungen, Banken oder Staaten sank.
- Wertaufbewahrung über sehr lange Zeiträume, allerdings mit langen Phasen, in denen es Kaufkraft verlor.
Risiko und Rendite
Gold schwankt stark — historisch rund 15% pro Jahr, ähnlich wie Aktien —, seine Ausschläge sind aber weitgehend unabhängig vom Aktienmarkt. Seine langfristige reale Rendite war niedrig, und es gab sehr lange Verlustphasen: Nach dem Hoch von 1980 brauchte Gold fast drei Jahrzehnte, um seinen Dollarpreis wieder zu erreichen, real noch deutlich länger.
Die Wirkung im Depot
Mit einem Goldanteil , der Volatilitäür Gold, ür den Rest des Depots und einer Korrelation zwischen beiden beträgt die gemeinsame Volatilität:
Ein einfaches Beispiel
Ein Aktiendepot hat 16% Volatilität; Gold hat 15% Volatilität und keine Korrelation zu Aktien. Werden 10% des Depots in Gold umgeschichtet:
Die Volatilität fällt von 16% auf rund 14,5%, während die erwartete Rendite nur um ein Zehntel des Renditeunterschieds zwischen Aktien und Gold sinkt. In Krisen, in denen Gold stieg, während Aktien fielen — etwa 2008, als Aktien vom Hoch rund die Hälfte verloren und Gold das Jahr höher beendete — war die Wirkung größer.
Wie viel und wie
- Übliche Anteile in gestreuten Depots reichen von null bis rund 10%. Darüber hängt ein Depot stark an einer Anlage, die keine Erträge erzeugt.
- Physisch besicherte ETCs sind für private Anleger der häufigste Weg; die steuerliche Behandlung unterscheidet sich je nach Land und Produkt und ist eine Prüfung wert.
- Goldminenaktien verhalten sich anders als Gold selbst: Es sind Unternehmen mit eigenen Kosten und Risiken und meist deutlich höherer Volatilität.
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