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Was ist die Asset-Allokation?

Die Asset-Allokation ist die Aufteilung eines Depots auf breite Anlagearten — Anlageklassen — wie Aktien, Anleihen, Liquidität, Immobilien, Rohstoffe oder Krypto. Sie ist die wichtigste Entscheidung beim Anlegen: Die Mischung der Anlageklassen bestimmt den größten Teil der langfristigen Rendite und nahezu die gesamten Schwankungen, weit mehr als die Auswahl einzelner Wertpapiere innerhalb einer Klasse.

Wie die Gewichte berechnet werden

Das Gewicht einer Anlageklasse ist ihr Marktwert geteilt durch den gesamten Depotwert, Liquidität eingeschlossen:

wk=VkjVjw_k = \frac{V_k}{\sum_j V_j}

Dabei ist VkV_k der Gesamtwert aller Positionen der Anlageklasse kk. Die Gewichte ergeben zusammen 100%.

Fonds werden nach ihrem Inhalt zugeordnet: Ein Welt-Aktien-ETF zählt zu Aktien, ein Anleihe-ETF zu Anleihen. Ein Mischfonds wird nach seiner eigenen Aufteilung aufgeteilt, soweit diese bekannt ist.

Ein einfaches Beispiel

PositionWertAnlageklasse
Welt-Aktien-ETF42.000 €Aktien
Einzelaktien12.000 €Aktien
Staatsanleihen-ETF18.000 €Anleihen
Gold-ETC3.000 €Rohstoffe
Tagesgeld5.000 €Liquidität

Das Depot ist insgesamt 80.000 € wert, der Aktienanteil beträgt also:

wAktien=42,000+12,00080,000=67,5%w_{\text{Aktien}} = \frac{42{,}000 + 12{,}000}{80{,}000} = 67{,}5\%

Anleihen machen 22,5% aus, Rohstoffe 3,75% und Liquidität 6,25%.

Warum sie das Risiko bestimmt

Anlageklassen verhalten sich sehr unterschiedlich. Breite Aktienmärkte haben historisch die höchsten langfristigen Renditen geliefert, bei Volatilitäten von rund 15 bis 20% pro Jahr und Rückgängen von 50% und mehr. Sichere Anleihen brachten weniger, bei deutlich kleineren Ausschlägen. Liquidität brachte wenig, ist nominal aber nie gefallen. Der jeweilige Anteil legt weitgehend fest, wie viel ein Depot gewinnen und wie tief es fallen kann.

Als Faustregel skalieren Volatilität und schlimmster Rückgang eines Depots ungefähr mit seinem Aktienanteil. Von 80% auf 40% Aktien zu gehen halbiert beides in etwa — und senkt zugleich die erwartete Rendite.

Ziel- und Ist-Allokation

  • Die Zielallokation ist die Mischung, die ein Anleger nach Zielen, Horizont und Verlusttoleranz festlegt.
  • Die Ist-Allokation entfernt sich davon, sobald die Märkte sich bewegen: Nach einer starken Aktienphase steigt der Aktienanteil von selbst.
  • Rebalancing führt die Ist-Allokation zur Zielallokation zurück.

Worauf zu achten ist

  • Liquidität gehört dazu. Wer sie weglässt, überschätzt den investierten Anteil und unterschätzt, wie defensiv das Depot tatsächlich ist.
  • Sie ist nur die erste Ebene. Zwei Positionen können beide "Aktien" sein und sich stark überschneiden. Sektor-, Regionen- und Währungsaufteilung vervollständigen das Bild.

Ein durchgerechnetes Beispiel

Durchgerechnet an einem Beispielportfolio. Die Zahlen unten gehören diesem Portfolio, nicht Ihrem.

Wie ist meine Allokation nach Anlageklasse?

Hier ist die Aufschlüsselung Ihrer Allokation nach Anlageklasse.

AssetGewicht (%)Wert (€)
Stock49,10%44.666,25 €
ETF31,21%28.397,93 €
Crypto8,60%7.826,35 €
Cash6,06%5.510,23 €
Precious metal5,03%4.575,79 €

Die Tabelle zeigt Gewicht in Prozent und den Marktwert jeder Klasse. Die Zahlen sind die aktuell verfügbaren Aufteilungen in Ihrem Portfolio.

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