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Wie viele Positionen braucht ein gestreutes Depot?

Eine einzige richtige Zahl gibt es nicht, aber die Forschung gibt der Antwort eine klare Form: Die ersten Positionen in einem Depot senken das Risiko stark, jede weitere senkt es weniger. Bei über Sektoren verteilten Einzelaktien ist der größte Teil des wegstreubaren Risikos bei etwa 20 bis 30 Positionen verschwunden. Ein einzelner breiter Indexfonds, der hunderte oder tausende Unternehmen hält, geht für sich genommen noch weiter.

Warum der Nutzen abflacht

Bei NN gleich gewichteten Aktien mit je der Volatilitätσt \sigma und einer durchschnittlichen Korrelation ρ\rho untereinander beträgt die Varianz des Depots:

σp2=σ2N+(11N)ρσ2\sigma_p^2 = \frac{\sigma^2}{N} + \left(1 - \frac{1}{N}\right) \rho \, \sigma^2

Der erste Term — das unternehmensspezifische Risiko — schrumpft mit wachsendem NN. Der zweite — das allen Aktien gemeinsame Marktrisiko — nicht. Für großeNne N nähert sich die Depotvolatilitätσρt \sigma \sqrt{\rho}, und weitere Aktien helfen nicht mehr.

Ein einfaches Beispiel

Mit einer typischen Einzelaktienvolatilität von 35% und einer durchschnittlichen Korrelation von 0,3:

Zahl der AktienVolatilität des Depots
135,0%
523,2%
1021,3%
2020,3%
5019,6%
sehr viele19,2%
Fast der ganze Nutzen entsteht bei den ersten zehn Werten; der Rest ist das Marktrisiko, das keine Stückzahl beseitigt.

Von einer auf zehn Aktien verschwindet der größte Teil des Risikos, das überhaupt verschwinden kann; von 20 auf 50 ändert sich kaum noch etwas.

Wo die Zahl täuscht

  • Gewichte zählen mehr als Anzahl. Zwanzig Aktien, von denen eine die Hälfte des Werts ausmacht, sind nicht gestreut. Die effektive Positionszahl berücksichtigt das.
  • Die Verteilung zählt ebenso. Zwanzig Banken sind eine Wette auf Banken; zwanzig Aktien aus einem Land eine Wette auf dieses Land.
  • Fonds verändern die Rechnung. Ein Welt-Aktien-ETF enthält mehr Streuung als fünfzig handverlesene Aktien. Ein zweiter breiter ETF daneben bringt meist Überschneidung statt Streuung.

Zu viele Positionen

Ab einem gewissen Punkt bringen weitere Positionen Arbeit statt Streuung: mehr Transaktionen und Gebühren, mehr Unterlagen und viele Positionen, die zu klein sind, um etwas zu bewirken. Ein Depot aus vierzig Einzelaktien verhält sich meist ähnlich wie ein Indexfonds, bei höheren Kosten und deutlich mehr Aufwand. Wer breite Streuung möchte, erreicht sie am einfachsten mit wenigen breiten Fonds; Einzelaktien sind dann bewusste Ergänzungen obendrauf.

Ein durchgerechnetes Beispiel

Durchgerechnet an einem Beispielportfolio. Die Zahlen unten gehören diesem Portfolio, nicht Ihrem.

Habe ich zu viele Positionen?

Wie viele Positionen Sie haben und ob das "zu viel" ist, lässt sich bei Floreo objektiv so zusammenfassen:

  • Ihr Portfolio enthält 11 Positionen.
  • Der Anteil der fünf größten Positionen am Portfolio beträgt 65,64%. Die größte Position ist Apple Inc. mit 18,41% Anteil.
  • Die Gesamtaufteilung nach Instrumententyp zeigt Stock mit 49,10% und ETF mit 31,21%.
  • Die Cash-Quote beträgt 6,06%.

Was diese Zahlen bedeuten (nur Fakten):

  • Mit 11 Positionen liegt die Anzahl im normalen Bereich für ein diversifiziertes Portfolio; viele Positionen reduzieren Klumpenrisiken, wenige Positionen führen zu höherer Konzentration.
  • Ihre Top-5 machen 65,64% des Portfolios aus, das zeigt, wie konzentriert die größten Positionen sind.
  • Die Sektor- und Länderaufteilung (z. B. Technology 39,98%, United States 62,45%) erklärt, wo die Konzentration liegt.

Wenn Sie möchten, zeige ich eine Tabelle mit Ihren fünf größten Positionen und deren Gewicht, Wert und unrealisierten Gewinnen — oder eine Übersicht, wie viele Positionen pro Asset-Klasse Sie haben.

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