Was sind Transaktionskosten?
Transaktionskosten sind alles, was beim Kauf oder Verkauf einer Anlage zusätzlich zu ihrem Preis anfällt. Sie sind etwas anderes als laufende Kosten wie die TER eines Fonds, die für das Halten berechnet werden. Je Geschäft klein, summieren sie sich bei häufigem Handel und können einen spürbaren Teil der langfristigen Rendite kosten.
Was dazugehört
- Ordergebühren: die Provision des Brokers je Geschäft — ein fester Betrag, ein Prozentsatz oder beides.
- Die Geld-Brief-Spanne: der Unterschied zwischen dem Kurs, zu dem der Markt verkauft, und dem, zu dem er kauft. Rund die Hälfte davon wird bei jedem Geschäft unsichtbar bezahlt.
- Börsen- und Fremdgebühren, die manche Broker für bestimmte Handelsplätze berechnen.
- Transaktionssteuern: Manche Länder erheben eine Steuer auf Aktienkäufe, etwa Frankreich, Italien und das Vereinigte Königreich.
- Währungsumrechnung: Der Kauf von Wertpapieren in fremder Währung kann einen Umrechnungsaufschlag kosten.
Die Formel
Die Kosten einer Hin- und Rückrunde — Kauf und späterer Verkauf — als Anteil der Anlagesumme betragen näherungsweise:
Dabei sind die feste Ordergebühr je Geschäft, der gehandelte Betrag und die relative Geld-Brief-Spanne, je zur Hälfte beim Kauf und beim Verkauf.
Ein einfaches Beispiel
Ein Anleger kauft und verkauft später ETF-Anteile für 2.000 €, bei 5 € Ordergebühr je Geschäft und einer Spanne von 0,10%:
Dieselbe Runde mit 20.000 € kostet nur 0,15%. Mit 500 € — einer typischen kleinen Sparrate bei einem Broker mit Gebühr je Order — kostet sie 2,1%. Feste Gebühren wiegen bei kleinen Orders am schwersten.
Wie viel Rendite sie kosten
Die jährliche Belastung hängt davon ab, wie oft ein Depot umgeschlagen wird:
Ein Depot, das seine Bestände einmal im Jahr vollständig austauscht, verliert bei 0,6% Rundenkosten jedes Jahr 0,6% Rendite allein durch den Handel, vor allen laufenden Kosten. Über 30 Jahre senkt das bei 7% Rendite vor Kosten den Endwert um rund 15%.
Wie man sie niedrig hält
- Weniger handeln: wenige große Geschäfte kosten weniger als viele kleine.
- Sparpläne nutzen, bei Brokern, die sie kostenlos oder günstig für kleine regelmäßige Käufe anbieten.
- Liquide Anlagen zu den Haupthandelszeiten handeln, wenn die Spannen am engsten sind.
- Unnötige Währungsumrechnungen vermeiden, indem man Notierungen in Euro wählt, wo es sie gibt.
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